Die FAZ und die Technik

Hey, ihr da. Ich glaube außer russischen Spammern betritt eh keiner meine Seit, ist aber auch erst mal wurscht. Geht euch dieser iPad-Hype nicht langsam auch auf den Sack? FAZ.net ist in dieser Hinsicht besonders schlimm. Seit Tagen macht das dumme Ding dort Schlagzeilen mit “Computer werden nie mehr das sein was sie mal waren” und ähnlicher Bullshit. Die Redakteure, die bei FAZ.net arbeiten beweisen dabei immer wieder, dass sie keine Ahnung haben. Zumindest wenns um Technik geht. Glauben sie tatsächlich, dass es ausreicht mal ein Gerät in der Hand gehalten zu haben, damit man einen Testbericht und die Prognosen dazu abliefern kann?

Zu allerst: Ich will Aplles neues Spielzeug nicht schlecht machen. Apple hat durchaus ein interessantes Produkt auf den Markt geworfen. Aber wird es das “wie wir Computer benutzen” Verhalten wirklich revolutionieren? Wohl kaum! Das fängt schon mal beim Preis an: 500€ kostet die günstigste Variante und man hat noch immer keinen vernünftigen Arbeitsrechner. Es gibt auf der Welt eine Milliarde Menschen mit einem Internetzugang und nur ein kleiner Bruchteil davon wird sich das iPad leisten können. Das Gerät taugt eben nur zum Surfen, zum Schreiben längerer Texte hingegen nicht. Mal davon abgesehen, dass das Gerät einen ARM-Prozessor hat. Mit anderen Worten: Alle klassischen Programmen, die auf einem PC (oder Mac) laufen, laufen auf diesem Ding nicht. Der Charme des iPads besteht in seiner langen Akkulaufzeit und in dem extrem langen Stand-By Betrieb. Es dürfte daher hervorragend geeignet sein, um mal schnell was nachzuschauen und ähnliches.

FAZ.net hingegen proklamiert den neuen Trend und macht sich über die Konkurenz lustig, die noch kein passendes Alternativgerät liefern konnte. Nun ja, das wird sicher nicht Ewigkeiten auf sich warten lassen, aber es wird auch nicht so viel günstiger sein. Aber auch ansonsten schafft die Redaktion, regelmäßig einen Vogel abzuschießen. Ein Paar Beispiele gefällig?

Das Thinkpad T400 wird von der Redaktion entdeckt und zum MacBookPro-Killer ernannt. Bereits zwei Wochen davor ist der Nachfolger T410 erschienen. Abgesehen davon ist es ja mal wohl total bescheuert, Thinkpads mit MacBooks zu vergleichen.

Früher wurden immer die Aldi-Notebooks von FAZ.net “getestet”. Bei einem Test stellten die Tester überrascht fest, dass ein Testgerät größer war als die normalen Notebooks und dass es einen seperaten Ziffernblock hatte. Kleine Frage: Keine Lesebrille dabei oder muss Medion noch viel größer “17 Zoll” im Prospekt aufdrucken als bisher?

Es wurde festgestellt, dass Mac’s den Medion-Rechnern von Aldi überlegen sind. Was kommt als nächstes? Man kann eine Maus an ein Notebook anschließen und muss nicht mehr das fummelige Touchpad benutzen? *omg*

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